Gefährliche Todesfallen im Strassenverkehr…

Im letzten Herbst ereigente sich in der Nachbargemeinde Dietlikon ein schwerer Verkehrsunfall. Ein 10 Jähriges, hübsches, blondes Mädchen wurde auf der Strassenkreuzung von einem LKW erfasst und schwer verletzt. Sie verstarb strotz aller Bemühungen der Retter noch auf der Umfallstelle. Das  Mädchen wurde von ihrer älteren Schwester begleitet, welches den Unfall mitansehen musste. Vermutlich blickte das Mädchen zurück, da sie sich um die  Schwester kümmerte und übersah dabei den Lastwagen.

Eine gefährliche Situation, grün nach rechts, achtung Fussgänger...
Eine gefährliche Situation, grün nach rechts, achtung Fussgänger…

Dabei muss man wissen, dass die Mädchen auf einem Veloweg unterwegs waren und geradeaus, wie die Autos, grünes Licht hatten. Nur ein blinkendes gelbes Licht macht zeitweise auf die Situation aufmerksam. Dies auch nur, wenn ein Fussgänger grün verlangt.

Ich mache dem Lastwagenfahrer keine Vorwürfe, er sitzt auf der linken Seite und konnte die Mädchen unmöglich sehen. Ausserdem hatte er vermutlich einen schlechten Tag und war gestresst. Wem ich aber Vorwürfe mache, sind die Behörden, welche aus puren Sparmassnahmen auf zusätzliche Sicherheitsmassnahmen verzichten.

Beim Verzicht auf eine zusätzliche Standspur nach rechts werden bewusst solche Unfälle einkalkuliert. Was bedeutet schon ein totes Kind…

Ich bin mir bewusst, dass es oft nicht möglich ist, solche Massnahmen umzusetzen, aber welcher Idiot gibt in einer solchen Situation grünes Licht für die geradeausfahrenden Velofahrer? Warum lässt man die Fussgänger und Velofahrer nicht „rot sehen“, solange es möglich ist rechts abzubiegen? Es ist doch dann jedem Fussgänger oder Velofahrer selbst überlassen, die Ampel zu beachten oder nicht. Auf jeden Fall sind beide bedeutend vorsichtiger!

Es ist nun schon fast ein halbes Jahr vergangen, es stehen immer noch sehr viele Blumen an dieser Kreuzung und mir fährt jedes Mal ein kalter Schauer den Rücken herunter… Verändert hat sich an dieser Kreuzung bis heute nichts, denn was bedeutet schon ein totes Kind? Die Effizienz im Strassenverkehr hat doch Vorrang!

Ich lese seither fast jeden Tag von einem Unfall, an dem ein geradeausfahrender Velofahrer von einem rechtsabbigenden Lastwagen überrollt wurde. Diese Vorfälle enden meistens tödlich. Aber was bedeuten schon einzelne Tote, das passiert ja immer an verschiedenen Orten…

 

4 Antworten auf „Gefährliche Todesfallen im Strassenverkehr…“

  1. Guten Tag

    Wir von ZüriPlus sind genau an einer Reportage zu diesem Unfall dran und wollen bei den Behörden erreichen, dass diese gefährliche Signalisation endlich umgestellt wird. Vermutlich wirds aber eher eine Negative Reportage für die Behörden, da Sie es mit Stellungnahmen nicht so eilig haben.

    Ich habe aber eine andere Frage:

    Kennt jemand die Familie des verstorbenen Mädchens? Ich brauche dringend den Kontakt der Familie. Ich muss mit Ihnen sprechen bezüglich dieser Ampel. Ich bin telefonisch unter 079 790 49 13 erreichbar oder per mail r.oerer@zueriplus.tv

    mfg

    R.O.

  2. Waren sie schon bei der Unfallstelle? Dor hängt eine Foto mit dem Namen des Mädchens…
    Ich wollte schon längst Vorort einige Bilder von der Situation machen. Ich hoffe ich komme diese Woche noch dazu.
    Das Schlimmste an dieser Kreuzung ist eine kleine Velo-Ampel auf Augenhöhe. Diese zeigt einfach, ohne jegliche Warung grün. Ich finde diese Situation skandalös.
    Ich wundere mich, dass die betreffende Familie nicht etwas lauter ist, aber ich kenne deren Situation nicht.

  3. ja ich war schon da. Habe die Familie gefunden. Ab nächster Woche können Sie meine Reportage auf ZüriPlus ansehen. Übernächste Woche mache ich eine Reportage über das Schicksal und die Tragödie der Familie.

    Danke für die Hilfe

  4. Super! Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Ich werde mir die Sendung gerne anschauen.

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